Reduktion des Antibiotika-Einsatzes


Die Menge der Antibiotika für die Tierhaltung war in den letzten Jahren rückläufig: So hat sich in Deutschland die für die Tiermedizin abgegebene Menge an Antibiotika zwischen den Jahren 2011 und 2016 mehr als halbiert! Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen, vielmehr beschäftigen wir uns beispielsweise mit den Möglichkeiten der Homöopathie für unsere Schweine oder erforschen neue Haltungsformen und Möglichkeiten, um die Gesundheit unserer Schweine zu verbessern – mit so wenig Medikamenten wie eben möglich.

Als verantwortungsvolle Tierhalter haben wir uns dem Wohl der Tiere verschrieben. Dennoch kommt es vor, dass unsere Tiere krank werden und zum Beispiel an Erkältungen oder Durchfall leiden. In diesen Fällen ist es unsere Pflicht, diese Tiere medizinisch zu behandeln. Ein vollständiger Verzicht auf Antibiotika in der Nutztierhaltung ist deshalb nicht möglich. Dennoch gilt: Antibiotika werden in der Nutztierhaltung nicht prophylaktisch eingesetzt, sondern nur, wenn der Tierarzt sie aufgrund einer Diagnose verordnet. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ist verschreibungspflichtig, darf also nur nach schriftlicher Anweisung des Tierarztes erworben und eingesetzt werden. Zudem müssen alle Arzneimittel, die bei Lebensmittel liefernden Tieren eingesetzt werden, dokumentiert werden. Die Veterinärämter sind für die Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften verantwortlich. 

Darüber hinaus haben wir Schweinehalter in Westfalen-Lippe uns bereits seit 2010 mit dem Verbundprojekt „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ das Ziel gesetzt, ein Tiergesundheitssystem für den Schweinebereich zu entwickeln und eine Vorreiterrolle für die Tierhaltung insgesamt zu übernehmen.